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Gottesdienste für Kinder

Kinderkirche Familiengottesdienst

Kindertreff am Samstag

jeden Samstag

10:00 bis 12:00 Uhr

im Pfarrheim, Höhestr. 12
51399 Burscheid

Info und Anmeldung bei:

Ursula Holtzmann

tagsüber:
Tel. 02 14 - 3 02 66 32

abends:
Tel. 0 21 74 - 6 10 37

16. Sonntag im Jahreskreis

Die Apostel versammelten sich wieder bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.

 

Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren, und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Und er lehrte sie lange.

Jesus ist immer wieder durch die Dörfer seiner Heimat gezogen und hat den Menschen Gottes Liebe so nahe gebracht, das sie innerlich ganz froh geworden sind und heil. Auch seine Jünger hatte Jesus beauftragt, so durch die Dörfer zu ziehen und den Menschen die Zuwendung Gottes zu bringen.

 

Nun sind die Jünger zurück und müde, von den weiten Wegen und den vielen Menschen. Jesus merkt sofort, dass seine Freunde eine Pause brauchen und er fährt dazu mit dem Boot an einen einsamen Ort. Aber das, wonach die Menschen sich mehr als nach allem anderen sehnen ist Liebe. Die haben sie bei Jesus und seinen Jüngern erfahren und so laufen sie ihnen hinterher, den weiten Weg um den See herum, um bei Jesus zu sein.


Jesus sieht ihren Hunger nach Zuwendung, nach Liebe, nach dem Wort Gottes und so erzählt er ihnen von Gott. Er erzählt ihnen, wie sie sich gegenseitig helfen können, damit Gottes Liebe immer spürbar unter ihnen ist, auch wenn Jesus selbst einmal nicht da ist.


(Georg Kalkum)

 

 

Warum waren die Menschen in den Augen Jesu so bedauernswert? Irgendetwas fehlte ihnen so, dass sie Jesus und den Aposteln in einer fast aufdringlichen Weise folgten. Selbst bei der Flucht über den See liefen sie am Ufer vorbei, um wieder zu Jesus zu stoßen. Das kennen wir heute nur noch von ganz wenigen Popstars.


Die Erklärung für dieses Verhalten ist dürftig: Sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Jesu Reaktion ist aber weder melken noch scheren, sondern er predigt ihnen. Was war da los?


Aus dem Zusammenhang der Bibel wird deutlich, wie sehr die gläubigen Juden zerrissen waren zwischen den Anforderungen durch die religiösen Gesetze und den Pflichten des Alltags. Zudem wurde ihnen mit einem strafenden Gott gedroht, der seine Liebe vom Wohlverhalten der Menschen abhängig macht. Auch der Frommste musste merken, dass er aus eigener Kraft vor diesem Gott nichts erreichen konnte.


Die Predigt Jesu behauptete schlicht das Gegenteil. Dass nämlich Gott keine andere Liebe hat als die zu sich selber, die Liebe des Vaters zum Sohn, die wir den Heiligen Geist nennen. Und dass wir alle, jeder einzelne Mensch, einfach mitgeliebt werden. Aus dieser Liebe, so lautet die Frohe Botschaft, kann nichts und niemand je herausfallen, komme was wolle. Weil aber auf diese Geborgenheit in Gottes Liebe immer Verlass ist und uns letztlich nichts passieren kann, brauchen wir nicht mehr der Angst um uns zu folgen, die uns immer wieder versagen oder gar böse handeln lässt, sondern können unserem Gewissen folgen und mutig das Richtige tun.


Wer so glaubt, ist gegenüber Gott nicht mehr desorientiert. Er fühlt sich auch nicht mehr so allein wie ein Schaf ohne Hirte. Er muss nur der Predigt Jesu lauschen. Denn er hat Mitleid mit uns.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)