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Malwettbewerb

Malwettbewerb des Kindermissionswerkes
„Die Sternsinger“
in Kooperation mit GEPA

 

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Gottesdienste für Kinder

Kinderkirche Familiengottesdienst

Kindertreff am Samstag

jeden Samstag

10:00 bis 12:00 Uhr

im Pfarrheim, Höhestr. 12
51399 Burscheid

Info und Anmeldung bei:

Ursula Holtzmann

tagsüber:
Tel. 02 14 - 3 02 66 32

abends:
Tel. 0 21 74 - 6 10 37

28. Sonntag im Jahreskreis

Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!


Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.  Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen!


Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.


Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.

Ein reicher junger Mann kommt zu Jesus. Er möchte von Jesus wissen, wie er ins Himmelreich kommen kann.

Jesus sagt: Du sollst nicht töten. Du sollst nicht Ehe brechen. Du sollst nicht stehlen und nicht lügen. Du sollst deine Eltern ehren.Das ist doch klar, sagt der junge Mann, das sind die Gebote. Ich habe sie immer schon eingehalten.

Jesus sagt: Dann verschenke alles Geld und verlass dich ganz auf Gott. Gott hat dich lieb. Er wird für dich sorgen, vertraue darauf.
Da wird der junge Mann traurig: Es ist schwer, alles Geld und alle Sicherheit aufzugeben. Nein, er kann und will sich nicht auf andere verlassen. Auch nicht auf Gott.
Er geht weg.


Die Freunde von Jesus haben alles mit angehört. Sie sind bestürzt. Jesus merkt das und sagt zu ihnen: Die Liebe Gottes und das Himmelreich kann man nicht kaufen. Gott schenkt es. Verlasst euch darauf, dass Gott euch liebt und für euch sorgt.


(Efi Goebel)

Wieder einmal lässt uns die Radikalität der Aussagen Jesu ratlos und eingeschüchtert zurück. Ist der Weg in den Himmel all denen verschlossen, die nicht bereit sind, in völliger Selbstverachtung bis zum Äußersten zu gehen? Mehr noch: Muss ich bei Gott das Liebste opfern oder sogar die Liebsten, um mir so seine Gnade zu verdienen?


Das ist keinesfalls die Aussage Jesu. Wieder lohnt sich genaues Hinsehen: Auslöser der Debatte ist der Reiche, der sich den göttlichen Lohn, das ewige Leben erarbeiten will. Die zehn Gebote hält er, aber ein Herz für die Armen hat er nicht. Das aber ist nicht der Geist Jesu. Denn Jesus geht es nicht um das penible Absolvieren von Vorschriften. Auch wer auf Mord, Ehebruch und Diebstahl verzichtet, muss deshalb noch kein guter Mensch sein. Frömmelnde Moralisten tun das auch.


Aber die Predigt Jesu geht über diese schlichte Erkenntnis weit hinaus. Denn der Grundfehler des Frömmlers ist, die Verhältnisse zwischen Gott und Mensch auf den Kopf zu stellen. Allein schon der Versuch, sich bei Gott etwas erarbeiten zu wollen, ist grundfalsch. Wer das versucht, hat den Glauben schon geleugnet. Christen glauben ja daran, dass sie in Gottes grenzenloser Liebe schon immer geborgen sind, vor aller Leistung. Und Christen wissen ebenfalls, dass alles gute Tun erst aus dieser Geborgenheit heraus erwächst. Wo jemand aus der Freude heraus lebt, eine Gemeinschaft mit Gott zu haben, aus der ihn nichts und niemand herausreißen kann, der wird nicht länger seiner Angst um sich folgen und seinen Besitz oder guten Ruf um jeden Preis festhalten wollen. So wie ein Kind an der Hand seiner Eltern mutig wird oder im Vertrauen auf die Großherzigkeit der Eltern freigiebig, so will der von Gott Geliebte nichts anderes mehr als selber weiterzulieben.


Das muss nicht bedeuten, gleich sein Konto aufzulösen und den Besitz einer wohltätigen Einrichtung zu überschreiben. Aber es bedeutet, aufmerksam und mit liebenden Augen durch die Welt zu gehen. Und insgesamt Herz und Gewissen zu folgen. Nicht aus Zwang. Sondern aus Liebe. Das alles ist bei Gott möglich.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)